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14. Mai 2018

14-05-2018 ... nicht schon wieder

Weil wir es nach dem langen Tag gestern heute ruhig angehen lassen wollten, starteten wir erst nach 7:00 Uhr und einigten uns darauf, in einem Park kurz nach T43 zu campen. Es ging heute 50:50 durch den Wald und auf die Straße, aber eigentlich ganz angenehm, wir hakten die Tempel 41 bis recht schnell 43 ab, wobei Kelly immer schon wieder am aufbrechen war, als ich gerade ankam - aber so konnten wir uns immer über das werte Befinden austauschen. 

Bereits vor 15:00 Uhr hatten wir unser Tagesziel erreicht, und im Hinblick darauf, dass zwei längere Tage mit teils gebirgigem Gelände anstehen, einigten wir uns darauf, lieber heute noch etwas mehr Kilometer zu machen. 

Wir hatten 3 Henro-Hütten als mögliche Ziele ausgemacht. Die erste war relativ schnell erreicht, und stellte sich als hübsch, aber zu klein für zwei Personen heraus, die Möglichkeit daneben ein Zelt aufzustellen, gab es auch nicht. Also mussten wir in den sauren Apfel beißen und noch 6 km draufpacken, zu Henro-Hütte 2. Diese war auch eher klein, man konnte zwar noch ein Zelt daneben aufstellen, aber das Ganze lag direkt neben der Fernstraße. Viel Verkehr - laut.

Also machte ich mich ohne Gepäck auf zur Hütte Nr. 3, die nur 800 Meter weiter an einer Nebenstraße lag. Ich lief dahin und auch diese Hütte war nicht wirklich geeignet für zwei müde Häupter ... damned. Auf dem Rückweg kam mir dann dieses süße 9-jährige Mädchen entgegen gelaufen und fragte: „do you need help?“ Ich sagte, dass wir zwei Henros sein und einen Platz zum schlafen suchen, einen Platz zum zelten. Sie sagte, ach wir könnten ja bei bei ihren Großeltern im Obstgarten zelten, gleich hier. Da kam auch schon die Großmutter an und bekräftigte das Gesagte. Und sie bot mir Wasser an - ich sagte, dass ich in 15 Minuten mit meiner Mitpilgerin wieder hier wäre (in meinem besten japanisch, versteht sich).

Ok - also die 800 Meter zurück und Kelly und Rucksack geholt. Wieder am Obstgarten gab es dann statt Wasser Milch und Schokolade und später noch Würstchen und einen Reisball für jeden.

Das kleine Mädchen Lisa, hat einen amerikanischen Vater und lernt deshalb englisch - sie kann es sehr gut. Später kam auch noch ihr älterer Bruder Kent vorbei, der nebenbei deutsch lernt, weil es ihn interessiert. Er hatte einige Fragen zu Deutschland und war froh, Informationen aus erster Hand zu bekommen. Eine tolle Familie, ein schöner Zeltplatz im Obstgarten - und das lauteste Froschkonzert ever, direkt neben an ... Wanderer was willst du mehr? Zumal wir heute unterwegs schon Mineralwasser und Eis zugesteckt bekommen hatten!

Na ja, nur das mit den veranschlagten 25 km, das hat nicht geklappt - irgendwie waren es dann doch 40.